Eine Schülerin hilft in den Ferien in der Gerontopsychiatrischen Tagesbetreuung aus.

Lisa erzählt über ihren Ferienjob im ASB-Seniorenheim „Am Gorbitzer Hang“

Ich habe hier im ASB-Seniorenheim „Am Gorbitzer Hang“ meine Ferienarbeit vom 5. August bis zum 16. August 2019 gemacht. Eingeteilt war ich in der geronto-psychiatrischen Tagesbetreuung. Dort werden Bewohner betreut, die vorwiegend an Demenz erkrankt sind.

Als ich im ASB ankam bekam ich eine Führung durch das schöne Gelände, was u. a. einen Frisör, Ergotherapie-Räume und einen tollen Garten mit Hasen, Ziegen und noch einigen anderen Tieren beinhaltet. Die Abteilung, wo ich war, nennt man hier im Haus einfach nur „Geronto“.

Ich wurde sehr freundlich von Personal und Bewohnern in Empfang genommen. Die Bewohner treffen ca. 9 Uhr in der Geronto ein, wo sie bei einer Tasse Tee interessante Artikel, z. B. aus der Tageszeitung vorgelesen bekommen. Nachdem die Zeitung vorgelesen wurde, ging es an die Orientierungstafel wo der Ablauf des Tages besprochen wurde. Ich habe diese Aufgabe ein paarmal übernommen.

Danach bekamen die Bewohner ein zweites Frühstück. Meistens gab es Jogurt oder Obst und eine Tasse Milch oder Tee dazu. Ich half beim Tisch eindecken und brachte die Bewohner an ihren Platz. Nachdem alle mit ihrem zweiten Frühstück fertig waren, gab es das erste Programm, das sich je nach Wochentag veränderte. Ich habe immer mitgemacht.

Am Montag war Handarbeit an der Reihe. Da wurde gewebt, gestrickt, Bommeln oder Wollknäuel gewickelt. Dienstag war das Thema Sinneswahrnehmung dran. Dann haben wir mit den Bewohnern das Hochbeet im Garten von Unkraut befreit, Lavendel abschneiden, pflücken . Ein anderes mal haben wir uns mit Tierfiguren vom Bauernhof beschäftigt. Am Mittwoch wurde gekocht. Die erste Woche gab es Kartoffeln und in der zweiten Woche wurde Brot gebacken. Das hat richtig Spaß gemacht.

Spiele spielen stand am Donnerstag auf dem Programm. Zum Beispiel gab es Bingo, wo ich natürlich mitgespielt habe. Freitags wurde kreativ gestaltet. Da haben wir bunte Bilder gemalt. Nach dem ersten Programmpunkt gab es Mittagessen für die Bewohner. Manche haben danach ihr Geschirr selbst in die Küche gebracht. 

Danach hatten wir unsere Mittagspause und die Bewohner hatten ihre Mittagspause. Die Bewohner konnten schlafen, Fernsehen oder eine Runde gehen. Nach der Mittagspause gab es Kaffeetrinken mit Kuchen und Kaffee. Dann ging es mit dem Programm weiter. Am Montag stand Gedächtnistraining auf dem Plan, Dienstag und Donnerstag Bewegung, Mittwoch Musik und Freitag Singen. Anschließend gab es Tee es wurde eine Geschichte vorgelesen oder ein Quiz gestellt. 15.45 Uhr wurden die Bewohner auf ihre Zimmer gebracht und ich half beim Saubermachen der Geronto. Ich war aber nicht nur in das Geronto ich habe beim Romycub geholfen und lernte den Heimfunk kennen.

Diese zwei Wochen waren extrem lehrreich, vielfältig und haben mir sehr viel Spaß gemacht. Ich war sehr überrascht wie die Bewohner die normalerweise kaum ein Wort sprachen und wenig kannten, auf einmal ganze Lieder gesungen haben oder wussten wie die weibliche und männliche Kuh hieß. Die sind richtig aufgeblüht. Gefreut hat mich auch wie sehr sie dort auf einen höflichen und respektvollen Umgang miteinander achten. Es war unglaublich wie viele Gedanken sich das Personal machte wie sie die Bewohner so fördern können, dass es den Bewohnern gleichzeitig Spaß macht. Ich würde die Ferienarbeit jederzeit wieder machen wollen.

 

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