Eine Mitarbeiterin schaelt Kartoffeln.

Wie geht es eigentlich in der stationären Pflege zu?

Das wollte Katja Scholz, neue Mitarbeiterin in der Verwaltung des ASB Dresden und Kamenz, wissen. Sie ist im gesamten Unternehmen für das Qualitätsmanagement verantwortlich. Hier berichtet sie von ihrem gestrigen Schnuppertag im ASB-Seniorenheim „Am Gorbitzer Hang“ in Dresden.

Am Tag vorher hatte ich schon meine Dienstkleidung erhalten. Damit war ich für meinen Schnuppertag gut gerüstet. Mein Tag startete um 7 Uhr auf dem Wohnbereich A2 im Seniorenheim „Am Gorbitzer Hang“. Das war wesentlich früher als sonst. Die diensthabende Pflegefachkraft weckte gerade die Bewohner. Ich begleitete sie bei der Medikamentenausgabe, der Wundversorgung und half beim Anziehen. Anschließend unterstütze ich die beiden Pflegehilfskräfte beim Waschen und Lagern der Bewohner. Die Kollegen haben mir viel Wissenswertes über den Beruf vermittelt.

Ab 9:30 Uhr war ich auf der geronto-psychiatrischen Tagesbetreuung im ASB-Seniorenheim „Am Gorbitzer Hang“ eingeteilt. Hier werden Menschen vorwiegend mit Demenzerkrankungen tagsüber betreut, die in unserem Seniorenheim wohnen. Durch die intensive Betreuung und Beschäftigung sollen die noch vorhandenen Fähigkeiten gestärkt werden. Zuerst begrüßte mich die verantwortliche Pflegefachkraft. Eine Betreuungsassistentin zeigte mir die Räumlichkeiten und stellte mir den Tagesablauf vor. An der Orientierungstafel wurde der Wochentag, das Datum und das Wetter mit Hilfe der Bewohner angeschlagen.

Nach der Zeitungsschau stand Kochen auf dem Programm. Dazu wurden die 14 Tagespflegegäste entsprechend ihrer Fähigkeiten in Gruppen eingeteilt. Dann wurde in der Küche alles vorbereitet, um mit einer Gruppe Kartoffeln zu schälen und zu schneiden. Danach wurden die Kartoffeln gekocht. Währenddessen stellte die Pflegefachkraft die unterschiedlichsten Fragen zum Thema Kartoffeln. Ich war erstaunt wieviel Wissen die älteren Menschen dazu noch abrufen konnten. Anschließend habe ich mit den Kollegen das Mittagessen mit Jägerschnitzel, Gemüse und den selbstgekochten Kartoffeln ausgeteilt.

Die Gäste und Mitarbeiter der geronto-psychiatrischen Tagesbetreuung backen oder kochen jeden Mittwoch. Auf der Terrasse wurde gemeinsam ein kleiner Gemüsegarten angelegt. Dort konnten im letzten Jahr 83 selbst angebaute Kartoffeln geerntet werden. Von den geernteten Früchten wird z. B. Kuchen gebacken oder Marmelade hergestellt. Auch Gewürzgurken werden selbst eingelegt. Einmal im Montat wird frisches Brot gebacken. Das genießen die Tagespflegegäste sehr.

Mein Fazit zu diesem Tag ist, dass der Pflegeberuf sehr vielseitig ist. Ich habe einen guten Einblick in die stationäre Pflege gewonnen. Den Mitarbeitern bin ich für diesen interessanten und aufschlussreichen Tag sehr dankbar. Ich empfinde großen Respekt vor der täglich geleisteten Arbeit der Kollegen. Sie ist körperlich und psychisch fordernd. Ebenso sind Herzblut und Empathie gefragt.

 

 

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